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	<title>Gedichte von...</title>
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	<description>Rainer Maria Rilke</description>
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		<title>Sappho an Eranna</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 14:04:59 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Unruh will ich über dich bringen, schwingen will ich dich, umrankter Stab. Wie das Sterben will ich dich durchdringen und dich weitergeben wie das Grab an das Alles: allen diesen Dingen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unruh will ich über dich bringen,<br />
schwingen will ich dich, umrankter Stab.<br />
Wie das Sterben will ich dich durchdringen<br />
und dich weitergeben wie das Grab<br />
an das Alles: allen diesen Dingen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sappho an Alkaïos (Fragment)</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 14:04:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Und was hättest du mir denn zu sagen, und was gehst du meine Seele an, wenn sich deine Augen niederschlagen vor dem nahen Nichtgesagten? Mann, sieh, uns hat das Sagen dieser Dinge hingerissen und bis in den Ruhm. Wenn ich denke: unter euch verginge dürftig unser süßes Mädchentum, welches wir, ich Wissende und jene mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und was hättest du mir denn zu sagen,<br />
und was gehst du meine Seele an,<br />
wenn sich deine Augen niederschlagen<br />
vor dem nahen Nichtgesagten? Mann,<br />
<span id="more-65"></span></p>
<p>sieh, uns hat das Sagen dieser Dinge<br />
hingerissen und bis in den Ruhm.<br />
Wenn ich denke: unter euch verginge<br />
dürftig unser süßes Mädchentum,</p>
<p>welches wir, ich Wissende und jene<br />
mit mir Wissenden, vom Gott bewacht,<br />
trugen unberührt, daß Mytilene<br />
wie ein Apfelgarten in der Nacht<br />
duftete vom Wachsen unsrer Brüste -.</p>
<p>ja, auch dieser Brüste, die du nicht<br />
wähltest wie zu Fruchtgewinden, Freier<br />
mit dem weggesenkten Angesicht.<br />
Geh und laß mich, daß zu meiner Leier<br />
komme, was du abhältst: alles steht.</p>
<p>Dieser Gott ist nicht der Beistand zweier,<br />
aber wenn er durch den einen geht</p>
<p>- &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; - &#8211; -</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Alkestis</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 14:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Da plötzlich war der Bote unter ihnen, hineingeworfen in das Überkochen des Hochzeitsmahles wie ein neuer Zusatz. Sie fühlten nicht, die Trinkenden, des Gottes heimlichen Eintritt, welcher seine Gottheit so an sich hielt wie einen nassen Mantel und ihrer einer schien, der oder jener, wie er so durchging. Aber plötzlich sah mitten im Sprechen einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da plötzlich war der Bote unter ihnen,<br />
hineingeworfen in das Überkochen<br />
des Hochzeitsmahles wie ein neuer Zusatz.<br />
Sie fühlten nicht, die Trinkenden, des Gottes<br />
heimlichen Eintritt, welcher seine Gottheit<br />
so an sich hielt wie einen nassen Mantel<br />
und ihrer einer schien, der oder jener,<br />
wie er so durchging. Aber plötzlich sah<br />
mitten im Sprechen einer von den Gästen<br />
den jungen Hausherrn oben an dem Tische<br />
wie in die Höh gerissen, nicht mehr liegend,<br />
und überall und mit dem ganzen Wesen<br />
ein Fremdes spiegelnd, das ihn furchtbar ansprach.<br />
<span id="more-63"></span><br />
Und gleich darauf, als klärte sich die Mischung,<br />
war Stille; nur mit einem Satz am Boden<br />
von trübem Lärm und einem Niederschlag<br />
fallenden Lallens, schon verdorben riechend<br />
nach dumpfem umgestandenen Gelächter.<br />
Und da erkannten sie den schlanken Gott,<br />
und wie er dastand, innerlich voll Sendung<br />
und unerbittlich, – wußten sie es beinah.<br />
Und doch, als es gesagt war, war es mehr<br />
als alles Wissen, gar nicht zu begreifen.<br />
Admet muß sterben. Wann? In dieser Stunde.</p>
<p>Der aber brach die Schale seines Schreckens<br />
in Stücken ab und streckte seine Hände<br />
heraus aus ihr, um mit dem Gott zu handeln.<br />
Um Jahre, um ein einzig Jahr noch Jugend,<br />
um Monate, um Wochen, um paar Tage,<br />
ach, Tage nicht, um Nächte, nur um Eine,<br />
um Eine Nacht, um diese nur: um die.<br />
Der Gott verneinte, und da schrie er auf<br />
und schrie&#8217;s hinaus und hielt es nicht und schrie<br />
wie seine Mutter aufschrie beim Gebären.</p>
<p>Und die trat zu ihm, eine alte Frau,<br />
und auch der Vater kam, der alte Vater,<br />
und beide standen, alt, veraltet, ratlos,<br />
beim Schreienden, der plötzlich, wie noch nie<br />
so nah, sie ansah, abbrach, schluckte, sagte:<br />
Vater,<br />
liegt dir denn viel daran an diesem Rest,<br />
an diesem Satz, der dich beim Schlingen hindert?<br />
Geh, gieß ihn weg. Und du, du alte Frau,<br />
Matrone,<br />
was tust du denn noch hier: du hast geboren.<br />
Und beide hielt er sie wie Opfertiere<br />
in Einem Griff. Auf einmal ließ er los<br />
und stieß die Alten fort, voll Einfall, strahlend<br />
und atemholend, rufend: Kreon, Kreon!<br />
Und nichts als das; und nichts als diesen Namen.<br />
Aber in seinem Antlitz stand das Andere,<br />
das er nicht sagte, namenlos erwartend,<br />
wie ers dem jungen Freunde, dem Geliebten,<br />
erglühend hinhielt übern wirren Tisch.<br />
Die Alten (stand da), siehst du, sind kein Loskauf,<br />
sie sind verbraucht und schlecht und beinah wertlos,<br />
du aber, du, in deiner ganzen Schönheit –</p>
<p>Da aber sah er seinen Freund nicht mehr.<br />
Er blieb zurück, und das, was kam, war sie,<br />
ein wenig kleiner fast als er sie kannte<br />
und leicht und traurig in dem bleichen Brautkleid.<br />
Die andern alle sind nur ihre Gasse,<br />
durch die sie kommt und kommt –: (gleich wird sie da sein<br />
in seinen Armen, die sich schmerzhaft auftun).</p>
<p>Doch wie er wartet, spricht sie; nicht zu ihm.<br />
Sie spricht zum Gotte, und der Gott vernimmt sie,<br />
und alle hörens gleichsam erst im Gotte:<br />
Ersatz kann keiner für ihn sein. Ich bins.<br />
Ich bin Ersatz. Denn keiner ist zu Ende<br />
wie ich es bin. Was bleibt mir denn von dem<br />
was ich hier war? Das ists ja, daß ich sterbe.<br />
Hat sie dirs nicht gesagt, da sie dirs auftrug,<br />
daß jenes Lager, das da drinnen wartet,<br />
zur Unterwelt gehört? Ich nahm ja Abschied.<br />
Abschied über Abschied.<br />
Kein Sterbender nimmt mehr davon. Ich ging ja,<br />
damit das Alles, unter Dem begraben<br />
der jetzt mein Gatte ist, zergeht, sich auflöst –.<br />
So führ mich hin: ich sterbe ja für ihn.</p>
<p>Und wie der Wind auf hoher See, der umspringt,<br />
so trat der Gott fast wie zu einer Toten<br />
und war auf einmal weit von ihrem Gatten,<br />
dem er, versteckt in einem kleinen Zeichen,<br />
die hundert Leben dieser Erde zuwarf.<br />
Der stürzte taumelnd zu den beiden hin<br />
und griff nach ihnen wie im Traum. Sie gingen<br />
schon auf den Eingang zu, in dem die Frauen<br />
verweint sich drängten. Aber einmal sah<br />
er noch des Mädchens Antlitz, das sich wandte<br />
mit einem Lächeln, hell wie eine Hoffnung,<br />
die beinah ein Versprechen war: erwachsen<br />
zurückzukommen aus dem tiefen Tode<br />
zu ihm, dem Lebenden –</p>
<p>Da schlug er jäh<br />
die Hände vors Gesicht, wie er so kniete,<br />
um nichts zu sehen mehr nach diesem Lächeln.</p>
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		<title>Advent</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 14:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es treibt der Wind im Winterwalde Die Flockenherde wie ein Hirt, Und manche Tanne ahnt, wie balde Sie fromm und lichterheilig wird, Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen Streckt sie die Zweige hin &#8211; bereit, Und wehrt dem Wind und wächst entgegen Der einen Nacht der Herrlichkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es treibt der Wind im Winterwalde<br />
Die Flockenherde wie ein Hirt,<br />
Und manche Tanne ahnt, wie balde<br />
Sie fromm und lichterheilig wird,<br />
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen<br />
Streckt sie die Zweige hin &#8211; bereit,<br />
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen<br />
Der einen Nacht der Herrlichkeit.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Abisag</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:59:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[I Sie lag. Und ihre Kinderarme waren von Dienern um den Welkenden gebunden, auf dem sie lag die süßen langen Stunden, ein wenig bang vor seinen vielen Jahren. Und manchmal wandte sie in seinem Barte ihr Angesicht, wenn eine Eule schrie; und alles, was die Nacht war, kam und scharte mit Bangen und Verlangen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>I</p>
<p>Sie lag. Und ihre Kinderarme waren<br />
von Dienern um den Welkenden gebunden,<br />
auf dem sie lag die süßen langen Stunden,<br />
ein wenig bang vor seinen vielen Jahren.<br />
<span id="more-59"></span></p>
<p>Und manchmal wandte sie in seinem Barte<br />
ihr Angesicht, wenn eine Eule schrie;<br />
und alles, was die Nacht war, kam und scharte<br />
mit Bangen und Verlangen sich um sie.</p>
<p>Die Sterne zitterten wie ihresgleichen,<br />
der Duft ging suchend durch das Schlafgemach,<br />
der Vorhang rührte sich und gab ein Zeichen,<br />
und leise ging ihr Blick dem Zeichen nach.</p>
<p>Aber sie hielt sich an dem dunkeln Alten,<br />
und von der Nacht der Nächte nicht erreicht,<br />
lag sie auf seinem fürstlichen Erkalten<br />
jungfräulich und wie eine Seele leicht.</p>
<p>II</p>
<p>Der König saß und sann den leeren Tag<br />
getaner Taten, ungefühlter Lüste<br />
und seiner Lieblingshündin, der er pflag-,<br />
Aber am Abend wölbte Abisag<br />
sich über ihm. Sein wirres Leben lag<br />
verlassen wie verrufne Meeresküste<br />
unter dem Sternbild ihrer stillen Brüste.</p>
<p>Und manchmal, als ein Kundiger der Frauen,<br />
erkannte er durch seine Augenbrauen<br />
den unbewegten, küsselosen Mund;<br />
und sah: ihres Gefühles grüne Rute<br />
neigte sich nicht herab zu seinem Grund.<br />
Ihn fröstelte. Er horchte wie ein Hund<br />
und suchte sich in seinem letzten Blute.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wunderweiße Nächte</title>
		<link>http://www.gedichte-von-rilke.de/allgemein/wunderweise-nachte/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gedichte-von-rilke.de/?p=57</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt so wunderweiße Nächte, Drin alle Dinge Silber sind. Da schimmert mancher Stern so lind, Als ob er fromme Hirten brächte Zu einem neuen Jesuskind. Weit wie mit dichtem Diamantenstaube Bestreut, erscheinen Flur und Flut, Und in die Herzen, traumsgemut, Steigt ein kapellenloser Glaube, Der leise seine Wunder tut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt so wunderweiße Nächte,<br />
Drin alle Dinge Silber sind.<br />
Da schimmert mancher Stern so lind,<br />
Als ob er fromme Hirten brächte<br />
Zu einem neuen Jesuskind.<br />
<span id="more-57"></span></p>
<p>Weit wie mit dichtem Diamantenstaube<br />
Bestreut, erscheinen Flur und Flut,<br />
Und in die Herzen, traumsgemut,<br />
Steigt ein kapellenloser Glaube,<br />
Der leise seine Wunder tut.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Treppe der Orangerie</title>
		<link>http://www.gedichte-von-rilke.de/allgemein/die-treppe-der-orangerie/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Versailles Wie Könige die schließlich nur noch schreiten fast ohne Ziel, nur um von Zeit zu Zeit sich den Verneigenden auf beiden Seiten zu zeigen in des Mantels Einsamkeit -: So steigt, allein zwischen den Balustraden, die sich verneigen schon seit Anbeginn, die Treppe: langsam und von Gottes Gnaden und auf den Himmel zu und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Versailles</p>
<p>Wie Könige die schließlich nur noch schreiten<br />
fast ohne Ziel, nur um von Zeit zu Zeit<br />
sich den Verneigenden auf beiden Seiten<br />
zu zeigen in des Mantels Einsamkeit -:<br />
<span id="more-55"></span></p>
<p>So steigt, allein zwischen den Balustraden,<br />
die sich verneigen schon seit Anbeginn,<br />
die Treppe: langsam und von Gottes Gnaden<br />
und auf den Himmel zu und nirgends hin;</p>
<p>als ob sie allen Folgenden befahl<br />
zurückzubleiben, &#8211; so daß sie nicht wagen<br />
von ferne nachzugehen; nicht einmal<br />
die schwere Schleppe durfte einer tragen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Traumgekrönt</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gedichte-von-rilke.de/?p=53</guid>
		<description><![CDATA[Das war der Tag der weißen Chrysanthemem, Mir bangte fast vor seiner Pracht&#8230; Und dann, dann kamst du mir die Seele nehmen Tief in der Nacht. Mir war so bang, und du kamst lieb und leise, Ich hatte grad im Traum an dich gedacht. Du kamst, und leis&#8217; wie eine Märchenweise Erklang die Nacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das war der Tag der weißen Chrysanthemem,<br />
Mir bangte fast vor seiner Pracht&#8230;<br />
Und dann, dann kamst du mir die Seele nehmen<br />
Tief in der Nacht.<br />
Mir war so bang, und du kamst lieb und leise,<br />
Ich hatte grad im Traum an dich gedacht.<br />
Du kamst, und leis&#8217; wie eine Märchenweise<br />
Erklang die Nacht.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Todes-Erfahrung</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:54:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gedichte-von-rilke.de/?p=51</guid>
		<description><![CDATA[Wir wissen nichts von diesem Hingehn, das nicht mit uns teilt. Wir haben keinen Grund, Bewunderung und Liebe oder Haß dem Tod zu zeigen, den ein Maskenmund tragischer Klage wunderlich entstellt. Noch ist die Welt voll Rollen, die wir spielen. Solang wir sorgen, ob wir auch gefielen, spielt auch der Tod, obwohl er nicht gefällt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wissen nichts von diesem Hingehn, das<br />
nicht mit uns teilt. Wir haben keinen Grund,<br />
Bewunderung und Liebe oder Haß<br />
dem Tod zu zeigen, den ein Maskenmund<br />
<span id="more-51"></span></p>
<p>tragischer Klage wunderlich entstellt.<br />
Noch ist die Welt voll Rollen, die wir spielen.<br />
Solang wir sorgen, ob wir auch gefielen,<br />
spielt auch der Tod, obwohl er nicht gefällt.</p>
<p>Doch als du gingst, da brach in diese Bühne<br />
ein Streifen Wirklichkeit durch jenen Spalt<br />
durch den du hingingst: Grün wirklicher Grüne,<br />
wirklicher Sonnenschein, wirklicher Wald.</p>
<p>Wir spielen weiter. Bang und schwer Erlerntes<br />
hersagend und Gebärden dann und wann<br />
aufhebend; aber dein von uns entferntes,<br />
aus unserm Stück entrücktes Dasein kann</p>
<p>uns manchmal überkommen, wie ein Wissen<br />
von jener Wirklichkeit sich niedersenkend,<br />
so daß wir eine Weile hingerissen<br />
das Leben spielen, nicht an Beifall denkend.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Tanagra</title>
		<link>http://www.gedichte-von-rilke.de/allgemein/tanagra/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:53:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gedichte-von-rilke.de/?p=49</guid>
		<description><![CDATA[Ein wenig gebrannter Erde, die von großer Sonne gebrannt. Als wäre die Gebärde einer Mädchenhand auf einmal nicht mehr vergangen; ohne nach etwas zu langen zu keinem Dinge hin, aus ihrem Gefühle führend, nur an sich selber rührend wie eine Hand ans Kinn. Wir heben und wir drehen eine und eine Figur; wir können fast [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wenig gebrannter Erde,<br />
die von großer Sonne gebrannt.<br />
Als wäre die Gebärde<br />
einer Mädchenhand<br />
auf einmal nicht mehr vergangen;<br />
ohne nach etwas zu langen<br />
zu keinem Dinge hin,<br />
aus ihrem Gefühle führend,<br />
nur an sich selber rührend<br />
wie eine Hand ans Kinn.<br />
<span id="more-49"></span></p>
<p>Wir heben und wir drehen<br />
eine und eine Figur;<br />
wir können fast verstehen<br />
weshalb sie nicht vergehen, -<br />
tiefer und wunderbarer<br />
hängen an dem was war<br />
und lächeln: ein wenig klarer<br />
vielleicht als vor einem Jahr.</p>
]]></content:encoded>
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